
Sie möchten Ihr Unternehmen verkaufen oder planen ein anderes Unternehmen zu kaufen? Wir unterstützen Sie von Beginn an durch umfassende Analysen des Unternehmens und seiner Daten, um Ihnen eine optimale Entscheidungsgrundlage für Ihre Transaktion zu bieten.
Das leisten wir bei der Unternehmensbewertung:
– Bewertung für Unternehmenskauf und -verkauf
– Erstellung von Gutachten für steuerliche Zwecke
– Unterstützung bei Nachfolgeregelungen und Erbschaften
– Anwendung anerkannter Bewertungsmethoden
Die Unternehmensbewertung – eine Frage der Perspektive
Die Bewertung eines Unternehmens ist eine komplexe Aufgabe, bei der unterschiedliche Interessen eine Rolle spielen. Verkäufer berücksichtigen oft ihren persönlichen Einsatz, das investierte Kapital und die Entwicklung des Unternehmens. Daraus ergibt sich oft ein Unternehmenswert, der mit emotionalen Faktoren verknüpft ist und möglicherweise höher ausfällt als die Bewertung durch die Käufer. Diese hingegen richten ihren Blick auf das Ertragspotenzial, das das Unternehmen bietet und wie sich der Kaufpreis refinanzieren lässt.
Hier kommt eine unabhängige Unternehmensbewertung durch neutrale Experten wie wlw ins Spiel. Als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer analysieren wir das Unternehmen anhand etablierter Bewertungsverfahren wie dem Ertragswertverfahren oder dem Discounted-Cashflow-Verfahren (DCF). Das daraus resultierende Gutachten dient als fundierte Verhandlungsgrundlage für Käufer und Verkäufer.
Letztlich wird der Kaufpreis eines Unternehmens durch Verhandlungen bestimmt – im Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Eine professionelle Unternehmensbewertung hilft dabei, einen fairen Wert festzulegen und eine solide Entscheidungsbasis für alle Beteiligten zu schaffen.
Welche Methoden zu Unternehmensbewertung gibt es?
Die Multiplikatormethode
Bei der Multiplikatormethode wird der Unternehmenswert auf Basis des Umsatzes oder des operativen Ergebnisses (EBIT) ermittelt. Zusätzlich werden kalkulatorische Kosten berücksichtigt, wie etwa einen kalkulatorischen Unternehmerlohn. Die Berechnung erfolgt anhand des gewichteten Durchschnitts aus mehreren Geschäftsjahren. Hierbei können sowohl vergangene Jahre als auch Prognosen für kommende Geschäftsjahre herangezogen werden. Daraus ergibt sich der sogenannte nachhaltige Umsatz bzw. der nachhaltige Gewinn. Anschließend wird ein Multiplikator angewandt, der sich je nach Branche unterscheidet und deren wirtschaftliche Perspektiven widerspiegelt.
Das vereinfachte Ertragswertverfahren
Die Bewertungsmethodik des vereinfachten Ertragswertverfahrens ist im Bewertungsgesetz (§§ 199 ff. BewG) geregelt. Dieses Verfahren zeichnet sich durch seine Vergangenheitsorientierung aus: Grundlage der Bewertung sind die bereinigten Erträge der letzten drei Geschäftsjahre, aus denen ein Durchschnittswert ermittelt wird, der als Jahresertrag dient. Dieser durchschnittliche Jahresertrag wird mit einem Kapitalisierungsfaktor von derzeit 13,75 gemäß BewG multipliziert und bildet so den Ertragswert.
Das DCF Verfahren im IDW S1
Das Bewertungsverfahren nach IDW S1 wurde als Standard zur Unternehmensbewertung vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) entwickelt. Hier werden zur Bewertung eines Unternehmens die zu erwartenden Zahlungsüberschüsse herangezogen. Für eine Unternehmensbewertung nach
IDW S1 ist eine Planungsrechnung notwendig. Die prognostizierten Cashflows werden mit einem individuellen Abzinsungssatz kombiniert, der sich aus dem risikofreien Basiszinssatz, der Marktrisikoprämie und dem unternehmensindividuellen Betafaktor zusammensetzt.
Der IDW Standard zur Unternehmensbewertung ist weit komplexer als das vereinfachte Ertragswertverfahren, was zu genaueren Bewertungen führt.
Das Substanzwertverfahren
Beim Substanzwertverfahren wird ermittelt, welcher Betrag erforderlich wäre, um ein Unternehmen mit vergleichbarer Ausstattung unter ähnlichen wirtschaftlichen Bedingungen neu aufzubauen. Dafür wird zunächst der Teilreproduktionswert berechnet, der die Wiederbeschaffungskosten für alle betriebsnotwendigen Vermögenswerte wie Warenbestand, Maschinen oder Fuhrpark umfasst. Anschließend werden die Verbindlichkeiten abgezogen, die bei einer Übernahme an den Käufer übergehen würden. In einem weiteren Schritt werden immaterielle Vermögenswerte berücksichtigt, wodurch sich der sogenannte Vollreproduktionswert ergibt. Eine Variante dieses Ansatzes ist die Berechnung des Liquidationswertes, bei der die Vermögensgegenstände anhand realisierbarer Marktpreise bewertet werden. So lässt sich eine Mindestbewertung für das Unternehmen bestimmen.
Wie funktioniert die Unternehmensbewertung?
Die Ermittlung des Unternehmenswerts durch unsere Expertinnen und Experten basiert auf einer umfassenden Analyse des Unternehmens und seiner wirtschaftlichen Kennzahlen. Wir analysieren die finanziellen Ergebnisse der vergangenen Jahre und prognostizieren mit Ihnen zusammen das Ergebnispotenzial der kommenden Jahre. Dabei fließen Faktoren wie Kostenstrukturen, Umsatzpotenzial, Unternehmensvermögen und bestehende Verbindlichkeiten in unsere Bewertung ein. Auf dieser Basis identifizieren wir Chancen und Risiken für das Geschäftsmodell des Unternehmens. Darüber hinaus berücksichtigen wir weitere entscheidende Einflussfaktoren, z. B. die angemessene Entlohnung für den bisherigen Unternehmer.
Diese ganzheitliche Betrachtung ermöglicht eine fundierte und realistische Unternehmensbewertung, die als Basis für Kaufpreisverhandlungen dient. Unsere Expertinnen und Experten in der Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung erläutern Ihnen das Vorgehen bei der Unternehmensbewertung und welches Verfahren für Sie individuell das passende ist.
FAQ – Unternehmensbewertung
Was versteht man unter einer Unternehmensbewertung?
Eine Unternehmensbewertung ermittelt den wirtschaftlichen Wert eines Unternehmens anhand von Vermögen, Ertragskraft und Zukunftsaussichten. Sie dient als Grundlage für Kauf, Verkauf, Nachfolge oder steuerliche Zwecke.
Wann ist eine Unternehmensbewertung erforderlich oder sinnvoll?
Sie ist sinnvoll bei Unternehmensverkauf, Nachfolge, Erbschaft oder zur strategischen Planung. Auch bei Finanzierungen oder Investorenverhandlungen wird eine fundierte Bewertung benötigt.
Welche Verfahren werden bei der Unternehmensbewertung angewendet?
Gängige Verfahren sind das Ertragswertverfahren, das Substanzwertverfahren und das Discounted-Cashflow-Verfahren. Die Wahl hängt von Branche, Unternehmensgröße und Bewertungsziel ab.
Wie unterscheidet sich das Ertragswertverfahren vom Substandwertverfahren?
Das Ertragswertverfahren bewertet ein Unternehmen anhand der vergangenen Erträge, welche nach Bereinigung aus Vereinfachung auch für die Zukunft erwartet werden. Diese Erträge werden auf den heutigen Wert abgezinst und spiegeln damit die Ertragskraft wider. Das Substanzwertverfahren hingegen orientiert sich am Wert der vorhandenen Vermögensgegenstände abzüglich der Schulden, also der Substanz des Unternehmens, unabhängig von künftigen Erträgen.
Welche Faktoren beeinflussen den Unternehmenswert am stärksten?
Der Unternehmenswert wird vor allem durch die erwarteten zukünftigen Erträge, die Ertragskraft und die Wachstumschancen beeinflusst. Weitere wichtige Faktoren sind die Kapitalstruktur, die Markt- und Wettbewerbssituation sowie Risiken wie rechtliche oder wirtschaftliche Unsicherheiten.
Wie läuft eine Unternehmensbewertung ab?
Eine Unternehmensbewertung beginnt mit der Analyse der Finanzdaten und der rechtlichen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Unternehmens. Anschließend werden geeignete Bewertungsverfahren wie Ertragswertverfahren, Substanzwertverfahren, DCF- oder Multiplikatorenmethoden angewendet, um einen objektiven oder auch subjektiven Unternehmenswert zu ermitteln.
Wer darf eine Unternehmensbewertung durchführen?
Eine Unternehmensbewertung darf grundsätzlich von jeder Person durchgeführt werden. Es wird jedoch empfohlen, die Aufgabe von einer Person durchführen zu lassen, die über die erforderlichen Fachkenntnisse verfügt, wie z. B. Wirtschaftsprüfer oder spezialisierte Sachverständige.
Was kostet eine Unternehmensbewertung durch einen Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater?
Die Kosten für eine Unternehmensbewertung betragen für kleine und mittelständische Unternehmen in der Regel wenige tausend Euro, sind aber abhängig vom Unternehmensumfang und der Komplexität des Gutachtens.
Wie lange dauert eine Unternehmensbewertung in der Regel?
Eine Unternehmensbewertung dauert in der Regel zwischen wenigen Tagen und mehreren Wochen, abhängig von der Unternehmensgröße, der Datenverfügbarkeit und der Komplexität des Bewertungsanlasses. Bei sehr kleinen Unternehmen oder standardisierten Verfahren kann es schneller gehen, während umfangreiche Bewertungen mit Gutachten und Erstellung von Planungsdaten deutlich länger dauern können.
Welche Unterlagen werden für eine Unternehmensbewertung benötigt?
Für eine Unternehmensbewertung werden typischerweise Jahresabschlüsse der letzten drei Jahre, Planungsrechnungen der nächsten Jahre sowie Informationen zu Verträgen, Kundenstruktur und Vermögenswerten benötigt. Zusätzlich sind Angaben zu Markt- und Branchenbedingungen sowie rechtlichen Rahmenbedingungen hilfreich.
Wie wird der Unternehmenswert bei Nachfolge oder Verkauf ermittelt?
Der Unternehmenswert wird, wenn keine Marktdaten aus vergleichbaren Verkäufen vorliegen, in der Regel durch Bewertungsverfahren wie das Ertragswertverfahren, die Discounted-Cashflow-Methode (DCF) oder das Substanzwertverfahren ermittelt. Im Rahmen des Ertragswertverfahrens erfolgt die Ermittlung des Unternehmenswerts auf Basis der Unternehmensgewinne der letzten Jahre. Die DCF-Methode unterscheidet sich vom Ertragswertverfahren dadurch, dass sie die künftigen, nicht die vergangenen, Zahlungsüberschüsse als Basis heranzieht. Beim Substanzwertverfahren wird ermittelt, welcher Betrag erforderlich wäre, um ein Unternehmen mit vergleichbarer Ausstattung unter ähnlichen wirtschaftlichen Bedingungen neu aufzubauen.
Wie kann eine Unternehmensbewertung zur strategischen Unternehmensplanung beitragen?
Eine Unternehmensbewertung liefert wichtige Kennzahlen über die finanzielle Stärke und den zukünftigen Wert des Unternehmens, die als Grundlage für Investitionsentscheidungen und Wachstumsstrategien dienen. Sie hilft, Chancen und Risiken zu identifizieren und unterstützt bei der Planung von Finanzierung, Expansion oder Restrukturierung.
Welche Rolle spielt die Unternehmensbewertung bei Erbschaft und Schenkung?
Die Unternehmensbewertung ist bei Erbschaft und Schenkung entscheidend, um den steuerlichen Wert des Unternehmens festzulegen, da darauf die Erbschaft- oder Schenkungssteuer berechnet wird. Sie dient außerdem als Grundlage für die Aufteilung unter den Erben und für die Planung von Nachfolgeregelungen.
Welche steuerlichen Aspekte sind bei der Unternehmensbewertung zu beachten?
Bei der Unternehmensbewertung spielen steuerliche Aspekte eine zentrale Rolle, da der ermittelte Wert die Grundlage für die Berechnung von Erbschaft-, Schenkungs- oder Einkommensteuer bildet. Zudem müssen steuerliche Sonderregelungen wie Verschonungsabschläge oder Freibeträge berücksichtigt werden, um die Steuerlast zu optimieren.
Unsere Experten unterstützen Sie bei der Bewertung Ihres Unternehmens – ob im Rahmen einer Nachfolge, eines Verkaufs oder zur steuerlichen Planung.

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